FAQ
Antworten auf die häufigsten Fragen zu Wolver-Motorölen und -Schmierstoffen – Basisölarten, Mischregeln, Wechselintervalle, technische Spezifikationen und die Zusammenarbeit mit Wolver Lab GmbH.
Grundlagen zu Öl & Schmierstoffen
Was ist hydrogecracktes Öl?
Hydrocracken ist einer der am schnellsten wachsenden Bereiche der Ölverarbeitung. In den letzten 20 Jahren haben sich die weltweiten Hydrocracking-Kapazitäten vervierfacht und erreichen nun fast 250 Millionen m³ Einsatzstoffe pro Jahr. Durch die Auswahl geeigneter Katalysatoren und Prozessparameter ermöglicht das Verfahren eine hohe Ausbeute an Ölkomponenten mit hohem Viskositätsindex und Oxidationsbeständigkeit. Beim Hydrocracken werden Schwefel-, Stickstoff- und andere Verbindungen entfernt. Gleichzeitig laufen die Hydrierung polyzyklischer Aromaten, die Aufspaltung naphthenischer Ringe, der Abbau langer Paraffinketten und die Isomerisierung des Produkts ab.
Mit anderen Worten: Hydrocracken ist ein Verfahren zur Modifikation mineralischer Basisöle, das es ermöglicht, Rohstoffe von einer Qualität zu erhalten, die synthetischen Basisölen ähnelt.
Was ist der Unterschied zwischen Motoröl für Benzin- und Dieselmotoren?
Der Unterschied liegt im Additivpaket. Zu beachten ist, dass die meisten modernen Motoröle so hergestellt werden, dass sie sowohl in Benzin- als auch in Dieselmotoren verwendet werden können. Öle, die ausschließlich für Dieselmotoren bestimmt sind, kommen in der Regel nur bei Nutzfahrzeugen zum Einsatz. Achten Sie bei der Wahl der Ölsorte auf den API-Index, dessen erster Buchstabe den Einsatzbereich angibt: S – Service (Öle für Benzinmotoren), C – Commercial (Öle für Nutzfahrzeuge).
Sollte ich den Motor vor der Fahrt warmlaufen lassen?
Diese Frage hängt unmittelbar davon ab, welches Motoröl Sie verwenden. Wichtig ist, darauf zu achten, dass das verwendete Öl den passenden Viskositätsindex aufweist.
Betrachten wir diese Frage nun aus zwei Blickwinkeln.
Technisch gesehen ist das Warmlaufen notwendig. Es ermöglicht dem Motoröl, seine Betriebseigenschaften zu erreichen, was wiederum den einwandfreien Betrieb des Motors gewährleistet.
Aus ökologischer Sicht entsteht beim Warmlaufen des Motors eine beträchtliche Menge an toxischen flüchtigen Verbindungen, die der Umwelt schaden. Dies liegt daran, dass beim Kaltstart ein angereichertes Kraftstoffgemisch in die Brennkammer gelangt, was die Menge der Verbrennungsprodukte erhöht, während der Katalysator, der toxische Emissionen neutralisiert, erst nach Erreichen der normalen Betriebstemperatur wirksam ist – was einige Zeit dauert.
Ausgehend von den obigen Ausführungen lässt sich in dieser Frage kein eindeutiges Fazit ziehen. Es liegt daher an Ihnen, unter Berücksichtigung Ihrer persönlichen Einstellung zu entscheiden, ob Sie den Motor vor der Fahrt warmlaufen lassen oder nicht.
Kann ich verschiedene Öle mischen?
Zunächst sollten wir klären, was wir unter dem Wort „unterschiedlich“ verstehen.
Wenn es um die Ölart geht (mineralisch/teilsynthetisch/synthetisch), sollten Sie diese auf keinen Fall mischen. Diese Öle unterscheiden sich in ihrer Herstellungsmethode, haben völlig unterschiedliche Eigenschaften und sollten daher nicht gemischt werden.
Geht es hingegen um die Öleigenschaften, sollten Sie zumindest ein Öl mit demselben Viskositätsindex (SAE) und derselben Leistungsklasse (API) hinzufügen.
Beispiel: Wenn Sie Motoröl SAE 10W-40 und API SL/CF verwenden, muss das hinzugefügte Öl exakt dieselben Kennwerte aufweisen!
Sollte ich dem Motoröl zusätzliche Additive beimischen?
Alle auf dem Markt erhältlichen Motoröle verfügen bereits über ein Additivpaket, das dem Motoröl helfen soll, seine Funktionen bestmöglich zu erfüllen. Je höher die Leistungsklasse eines Motoröls (API-Klasse), desto höher ist die Qualität des Additivpakets und damit auch die Qualität des Öls selbst.
Der Einsatz von Additiven ist nur dann gerechtfertigt, wenn der positive Effekt ihrer Verwendung den möglichen Schaden für den Motor deutlich überwiegt.
So kann beispielsweise ein Viskositätsadditiv, das einem Motor mit niedrigem Kompressionsdruck zugesetzt wird, dazu beitragen, weitere Tausende Kilometer zurückzulegen, bevor eine Motorüberholung erforderlich wird. Durch die Verdickung des Öls verringern sich die Spalte zwischen Zylinderblock und Kolben, wodurch die Kompression steigt, kein Öl mehr in die Brennkammer gelangt und der starke Rauchausstoß aus dem Auspuff gestoppt wird.
Warum ist synthetisches Öl besser als andere Ölsorten?
Synthetisches Motoröl bietet folgende Vorteile: einen niedrigeren Stockpunkt, sodass es bei niedrigen Temperaturen im Vergleich zu Mineralöl flüssig bleibt, was den Kaltstart bei kaltem Wetter erleichtert; es erreicht entlegene Motorteile leichter und schneller; ein geringer Verdampfungsgrad ermöglicht es, die Öleigenschaften auch bei hohen Temperaturen zu bewahren; synthetische Öle ermöglichen dem Motor eine höhere Effizienz im Vergleich zu Mineralölen (Prüfstandtests), selbst bei ähnlichen Viskositätsindizes; und sie erfüllen die neuesten Motoranforderungen.
Welches Öl ist besser: synthetisch, mineralisch oder teilsynthetisch?
Wir werden nicht im Detail auf alle Besonderheiten der Ölherstellung eingehen, da dies die Kaufentscheidung nicht im Geringsten beeinflusst. Stattdessen befassen wir uns mit den Vor- und Nachteilen der oben genannten Ölarten.
Synthetisches Öl – Vorteile: zersetzt sich nicht bei hohen Temperaturen, hervorragendes Verhalten bei niedrigen Temperaturen, weniger Verunreinigungen. Nachteile: teurer im Vergleich zu teilsynthetischen und mineralischen Ölen, nicht für ältere Motoren geeignet.
Teilsynthetisches Öl – Vorteile: bestes Preis-Leistungs-Verhältnis, bessere Eigenschaften als Mineralöl. Nachteile: schlechtere Betriebseigenschaften als vollsynthetische Öle.
Mineralöl – Vorteile: moderater Preis, funktioniert trotz seines niedrigen Preises gut. Nachteile: neigt zu Zersetzung und Viskositätsänderung (wird dünnflüssiger).
Wie oft sollte ich das Motoröl wechseln?
Das korrekte Ölwechselintervall ist im Serviceheft Ihres Fahrzeugs angegeben. Das durchschnittliche Motorölwechselintervall bei Pkw liegt bei 10.000 Kilometern (von 8.000 bis 15.000 km). Es gibt Motoröle, die nur alle 30.000–40.000 Kilometer gewechselt werden. Öle dieser Klasse werden in der Regel in Motoren moderner Nutzfahrzeuge eingesetzt. Beim Ölwechsel in Motoren von Land- und Baumaschinen kommt es nicht auf die Kilometerleistung, sondern auf die Betriebsstunden an (da diese Maschinen ohne Fortbewegung oder mit geringer Geschwindigkeit arbeiten). Moderne Öle können alle 200–500 Betriebsstunden gewechselt werden.
Wie unterscheidet man gefälschtes von echtem Öl?
Der moderne Markt bietet den Verbrauchern viele Ölsorten unter verschiedenen, mehr oder weniger bekannten Marken. Leider sieht sich der Käufer – wie auch in anderen stark umkämpften Märkten – häufig mit Produktfälschungen konfrontiert. Meist werden etablierte Marken gefälscht, weshalb Hersteller ihren Markenschutz regelmäßig aktualisieren müssen. Eine der einfachsten Möglichkeiten, sich vor dem Kauf von Fälschungen zu schützen, besteht darin, Produkte bei zuverlässigen Lieferanten zu kaufen.
Über Wolver Lab GmbH
Wo hat Wolver Lab GmbH seinen Sitz, und wo werden Wolver-Produkte hergestellt?
Wolver Lab GmbH ist ein deutsches Unternehmen mit Hauptsitz in Köln (Im Zollhafen 24, D-50678 Köln, Deutschland). Die Öle und Schmierstoffe von Wolver werden nach deutschen Qualitätsstandards entwickelt und hergestellt und in mehr als 90 Ländern weltweit verkauft.
Wie kann ich prüfen, ob ein Wolver-Produkt echt ist?
Jedes Wolver-Motoröl trägt einen individuellen Wolver-QPS-Code (Quality Protect System), mit dem Sie die Echtheit des Produkts überprüfen können. Der Kauf bei einem autorisierten Wolver-Vertriebspartner ist zudem der zuverlässigste Weg, Fälschungen zu vermeiden – allgemeine Hinweise zum Erkennen gefälschter Schmierstoffe finden Sie oben unter „Wie unterscheidet man gefälschtes von echtem Öl?“.
In wie vielen Ländern ist Wolver erhältlich?
Die Öle und Schmierstoffe von Wolver werden in mehr als 90 Ländern verkauft. Die Marke wurde in Europa gegründet und hat sich seitdem auf die GUS-Staaten, den Nahen Osten, Südostasien, Nordafrika sowie Nord- und Südamerika ausgeweitet.
Ist Wolver Lab GmbH Mitglied von Branchenverbänden oder Zertifizierungsstellen?
Ja. Wolver Lab GmbH ist Mitglied bei GVO, einer der größten Verpackungsrecycling-Organisationen Deutschlands, sowie offizielles Mitglied der Technischen Vereinigung der Europäischen Schmierstoffindustrie, was Mitgliedern das Recht gibt, die Konformität ihrer Produkte mit den ACEA-Standards zu erklären.
Sponsert Wolver Motorsport- oder Rennteams?
Ja. Wolver Lab GmbH hat Erfahrung in der Belieferung von Rennteams weltweit mit auf ihre Fahrzeuge abgestimmten Schmierstoffen und ist offen für die Zusammenarbeit mit Motorsportveranstaltungen, Sportlern und Teams.
Produktpalette & Technische Spezifikationen
Welche Arten von Schmierstoffen stellt Wolver her?
Das Sortiment von Wolver umfasst Motoröle, Getriebeflüssigkeiten, Industrieöle (Hydrauliköle, Kompressorenöle, Turbinenöle, Führungsöle und spezielle Industrieöle), Fette, Frostschutz- und Kühlmittel, Bremsflüssigkeiten sowie Aerosolreiniger/-schmierstoffe zusammen mit einer Linie von Serviceprodukten.
In welchen Gebindegrößen sind Wolver-Produkte erhältlich?
Je nach Produkt werden Wolver-Schmierstoffe von kleinen 350-ml-, 400-ml-, 500-ml- und 1-l-Gebinden bis zu 1,5-l-, 4-l-, 5-l-, 10-l-, 20-l-, 60-l-, 200-l- und 208-l-Fässern für den gewerblichen und industriellen Einsatz abgefüllt.
Was bedeutet die NLGI-Klasse bei einem Wolver-Fett?
Die NLGI-Klasse beschreibt, wie fest oder weich ein Fett ist. Wolver-Fette sind in den NLGI-Klassen 1 bis 4 erhältlich, wobei niedrigere Zahlen ein weicheres und höhere Zahlen ein festeres Fett bedeuten – die richtige Klasse hängt von den Einsatzbedingungen Ihrer Anlage ab.
Was bedeuten SAE, API und ACEA auf einem Ölettikett?
SAE gibt die Viskositätsklasse des Öls an (z. B. 5W-40). API ist eine Leistungsklassifizierung, bei der der erste Buchstabe den Motortyp angibt – S für Benzinmotoren (Service), C für Nutzfahrzeug-/Dieselmotoren (Commercial). ACEA ist die europäische Leistungsklassifizierung, die hauptsächlich für Motoröle von Pkw sowie Diesel-/Benzin-Nutzfahrzeugmotoren verwendet wird. Wolver gibt alle relevanten Klassen auf dem Etikett und im Technischen Datenblatt jedes Produkts an.
Verfügen Wolver-Öle über OEM-Freigaben von Fahrzeugherstellern?
Viele Wolver-Öle erfüllen die Spezifikationen namhafter Hersteller wie Mercedes-Benz, Volkswagen, BMW, Volvo und Allison oder sind dafür freigegeben, unter anderem. Die genauen Freigaben variieren je nach Produkt – prüfen Sie die jeweilige Produktseite oder das Technische Datenblatt (TDS).
Wo finde ich das Technische Datenblatt (TDS) für ein bestimmtes Wolver-Produkt?
Jede Produktseite auf unserer Website enthält ein herunterladbares Technisches Datenblatt (TDS) mit der vollständigen Spezifikation, den Freigaben und den technischen Eigenschaften des jeweiligen Produkts.
Partnerschaft & Support
Wie kann ich Wolver-Vertriebspartner werden?
Wolver Lab GmbH arbeitet weltweit mit Distributoren, Handelsketten, Online-Shops, Autoteilehändlern, Fuhrparkbetreibern und Servicezentren zusammen. Besuchen Sie unsere Seite „Für Partner“ und stellen Sie eine Kooperationsanfrage, um loszulegen.
Wie kann ich Wolver Lab GmbH kontaktieren?
Sie erreichen uns per E-Mail unter info@wolverlab.de oder telefonisch unter +49 221 982 53 122 / +49 221 982 53 123. Unser Büro befindet sich in Im Zollhafen 24, D-50678 Köln, Deutschland.
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